Taufe

In der Taufe feiern wird die Schöpfungskraft Gottes, das Geschenk des Kindes und die Liebe, die neues Leben gebiert, gefeiert. Wir danken für die Geburt und das Geschenk des Lebens. In der Taufe bitten wir aber auch um Begleitung für den Weg, der vor uns liegt: den Weg des Kindes wie auch der Eltern. Wir bitten um Gottes Segen und Führung auf dem Weg in die Zukunft. Schliesslich betten wir das Kind auch in eine grössere Gemeinschaft ein. Es sind nicht die Eltern allein, die das Kind begleiten werden. Auch die nähere und weitere Familie wird für das Kind (und die Eltern) da sein und die Kirche stellt für das Kind einen Lebens- und Glaubensraum zur Verfügung, in dem der Mensch zusammen mit anderen suchen, feiern und den Glauben entwickeln kann und zudem Stütze und Halt findet.

Grundsätzliches

Kontakt mit der Pfarrei

Nehmen Sie mindestens drei Monate vor einem möglichen Tauftermin mit unserem Pfarreisekretariat Kontakt auf. Etwas vom wichtigsten wird es sein, einen für Sie und für unsere Seelsorger geeigneten Tauftermin zu finden. Die Tauffeiern finden in der Regel am Sonntag ab 11.30 Uhr in der Pfarrkirche Ebikon statt. Zur Vorbereitung der Tauffeier findet dann ein Gespräch mit den Eltern statt. Unser Seelsorger nimmt dazu etwa drei Wochen vor der Taufe Kontakt mit Ihnen auf. Dieses Gespräch findet in der Regel bei Ihnen zu Hause statt. Grundsätzlich ist die Tauffeier nur sinnvoll, wenn Sie ihnen persönlich wichtig ist und mindestens ein Elternteil Mitglied der katholischen Kirche sind.

Taufalter

Kinder können in jedem Alter getauft werden. Immer wieder lassen Eltern ihre Kinder nicht im Säuglingsalter taufen, sondern zu einem späteren Zeitpunkt. Auch Schulkinder haben wir in unserer Pfarrei schon getauft. Allerdings haben wir die Erfahrung gemacht, dass es mit Kindern im Alter zwischen 2-3 Jahren schwieriger sein kann, eine Taufe zu feiern, da sie manchmal sehr rasch von einer Stimmung in eine andere umschwenken können. Jedoch hängt dies natürlich auch von der Persönlichkeit des Kindes ab. Auch gewisse Rituale wie das Halten über das Taufbecken sind in diesem Alter nicht mehr so ohne weiteres möglich. Für die Klärung solcher Fragen stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung.

Taufpaten

Gotte und Götti haben auf diesem Weg eine besondere Bedeutung und Aufgabe. Sie begleiten das Kind auf seinem Weg in die Zukunft und versuchen für die Eltern, vor allem aber für das Kind in einer Weise da zu sein, die Beziehung und den Sinn für Glauben und Werte fördert. In der Regel sollten die Paten einer christlichen Kirche angehören, einer oder eine sollte Mitglied der Kirche sein, in die das Kind durch die Taufe aufgenommen wird. Grundsätzlich ist es von der Kirche aus nicht zwingend nötig, dass das Kind eine Gotte oder einen Götti hat. Es ist auch möglich nur einen Paten zu wählen, oder auch drei. Auch vom Geschlecht her müssen es nicht unbedingt Mann und Frau sein. Wichtiger ist die Beziehung, die die Eltern und die Paten ausstrahlen und die Vorbild sein werden für das Kind.

Sie leben in einer konfessionsverschiedenen Partnerschaft

Obwohl die Taufe von den Kirchen gegenseitig anerkannt wird, kann ein Kind nur in einer konkreten Kirche getauft werden. Deshalb sollten Sie sich darüber verständigen, in welcher Kirche Sie Ihr Kind taufen und hineinwachsen lassen wollen. Diese Entscheidung ist eine Entscheidung der Eltern, die von den Kirchen respektiert wird.

Sie sind nicht Mitglied der Kirche

Mit der Taufe ist die Aufnahme in die kirchliche Gemeinschaft verbunden. Die Eltern bezeugen zudem ihre Bereitschaft, ihrem Kind eine christliche Lebensorientierung zu vermitteln. Falls Sie nicht Mitglied unserer Kirche sind, aber trotzdem den Wunsch verspüren, Ihr Kind taufen zu lassen, so sind wir gerne bereit, mit Ihnen zusammen einen Weg zu suchen.

Die Tauffeier

Die Tauffeier ist eine sakramentale Handlung. Die wichtigsten Elemente der Feier: Verkündigung eines biblischen Textes, Zeugnis des Glaubens und Taufakt. Eine Tauffeier kann im Rahmen eines Pfarreigottesdienstes oder auch ausserhalb im Kreise der Familie stattfinden. Das Kind wird mit Wasser besprengt und auf den Namen Gottes, des Vaters, des Sohnes und des Heiligen Geistes getauft und gesegnet. Das Kind wird zudem mit Chrisam-Öl gesalbt als Zeichen der besonderen Erwählung durch Gott. Die Taufkerze wird an der Osterkerze entzündet, deren Licht das verheissene Leben und das Erleuchten durch Christus symbolisiert.

Mitgestaltung

Es ist nicht nur möglich, sondern sehr erwünscht, dass vor allem die Eltern, aber auch Patinnen und Paten und die ganze Familie die Tauffeier aktiv mitgestalten. Sie können Texte, Musik- und andere Gestaltungswünsche und persönliche Bezüge einbringen. Beim Vorbereitungsgespräch können wir näher auf Ihre Wünsche eingehen und konkret planen. Von unserer Seite werden wir Ihnen gerne einige Möglichkeiten zur Mitgestaltung vorschlagen.

Wie es weitergeht

Der Entscheid, das Kind zu taufen, beinhaltet eine Einladung und Aufgabe, das Kind auch im Geist des Evangeliums zu erziehen und es mit dem Leben der Kirche vertraut zu machen. Dabei werden Sie von der Kirche unterstützt. Beachten Sie die Angebote zu Fragen der religiösen Erziehung und zu Gottesdiensten im Kleinkindalter, die Angebote des Religionsunterrichtes in der Schule und die Einladung zur Erstkommunion und zur Firmung, die Ihr Kind von der Kirche erhalten wird.